Von der Mitte in die Stadtteile

Die gestiegene Attraktivität Potsdams ist auch ein Ergebnis der erfolgreichen Wiedergewinnung und Ausgestaltung der historischen Stadtmitte, ein Thema, das mich als neue Oberbürgermeisterin weiter beschäftigen wird. Die grundlegenden Weichenstellungen und Entscheidungen dazu sind in den vergangenen Jahren getroffen worden. In Zukunft wird auf die Entwicklung der Stadtteile zu lebendigen Quartieren derselbe Fokus zu legen sein, den bislang die Stadtmitte beansprucht hat.

So unterschiedlich sich die Potsdamer Stadtteile darstellen, ob stark geprägt von sozialem Wohnungsbau und renovierter Platte oder von altem Dorfkern, von neuen Wohngebieten oder von lebendigem Kiez, von Sanierungsgebiet oder Villenviertel, es gilt, ihnen jeweils ihre eigene Entwicklungsperspektive zu sichern und ihren besonderen Charakter zu wahren und zugleich Altes und Neues miteinander zu verbinden. Ich möchte helfen, unseren Stadtteilen als  tragende Säulen der Gesamtstadt die notwendige Geltung zu verschaffen, dort ein funktionierendes Miteinander zu ermöglichen, Austausch, Orte und Plätze zu schaffen, an denen man sich gerne aufhält. Eine gute Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr, Einkaufsmöglichkeiten vor Ort, Nachbarschaftstreffs, Kultur- und Freizeitangebote, nicht zuletzt Arbeitsmöglichkeiten in den Ortsteilen selbst sollen kurze Wege ermöglichen und dazu führen, dass die Menschen sich in ihren Stadtteilen zu Hause fühlen.

Ich werde mich gegen eine weitere Zersiedelung durch reine Wohngebiete wenden. Darüber hinaus werde ich mich konsequent dafür einsetzen, dass das auf dem früheren Kasernenareal Krampnitz geplante Wohngebiet ein weiterer CO2-neutraler Stadtteil wird. Das bedeutet, dass der gesamte Wärme- und Stromverbrauch des Viertels, sowie der Betrieb von bestehenden Bus- und potenziellen Tramlinien ohne fossile Brennstoffe ermöglicht werden soll.