Potsdam qualitativ wachsen lassen

Unsere Stadt ist bislang zu sehr darauf ausgerichtet, Verwaltungssitz, Wohnstadt und Touristenattraktion zu sein, fixiert auf ein quantitatives Wachstum, das sich auf Grund günstiger Randbedingungen von selbst einstellt. Allzu häufig beschäftigt sich Stadtpolitik nur mit den Folgeproblemen dieses Wachstums (fehlende Wohnungen, Verkehrschaos oder Mangel an Schulen und Kita-Plätzen) und läuft damit den Entwicklungen oft nur hinterher. Es ist deshalb Zeit für eine stadtpolitische Neuorientierung: für ein Wachstum, das qualitativ gestaltet und nicht nur quantitativ verwaltet wird. Dabei setze ich auf eine ganzheitliche Stadtentwicklung, die Potsdam nicht zur reinen Wohn-, Verwaltungs- und Touristenstadtwerden lässt. Das heißt, Stadträume müssen für vielfältige und erschwingliche Wohnformen, für hochwertige und umweltschonende Arbeitsplätze, für Schule, Bildungs- und Ausbildungseinrichtungen oder für soziale und kulturelle Einrichtungen miteinander integriert entwickelt werden (anstatt weiterhin hier am Verkehr herumzudoktorn, dort am Wohnungsbau und da an Schulen und Kindergärten). Ganzheitliche Stadtentwicklung schont zugleich Ressourcen und vermindert Verkehrsaufkommen. Deshalb setze ich mich auch dafür ein, dass die Wissenspotenziale aus Hochschulen und Forschungseinrichtungen stärker kommunal und gesellschaftlich genutzt werden. Das schließt unbedingt die Unterstützung von Ausgründungsaktivitäten für wissens- und technologiebasierte Start-ups als eine Grundlage für die weitere Entwicklung Potsdams mit ein.