Starke Frauen für Potsdam


Zu Hause in Potsdam: Die Bundesvorsitzende der Grünen, Annalena Baerbock (re.) unterstützt die Kandidatin für das Oberbürgermeisteramt in Potsdam, Janny Armbruster. Foto: Jürgen Stelter

Die bündnisgrüne Bundestagsabgeordnete Annalena Baerbock hilft künftig als Bundesvorsitzende bei der Erneuerung politischer Perspektiven. Und die Fraktionsvorsitzende in der Stadtverordnetenversammlung, Janny Armbruster, steht als Oberbürgermeister-Kandidatin für eine Neuorientierung der Stadtpolitik. Ein Gespräch über grüne Ziele und weibliche Perspektiven – aus „Grüne Post 1/2018“ des Potsdamer bündnisgrünen Kreisverbandes.

Janny, wie hast Du auf die Wahl von Annalena zur Bundesvorsitzenden reagiert?

Ich war begeistert, als Annalena auf so überzeugende Weise gewählt wurde und nun die Bündnisgrünen in die Diskussion über unsere Zukunftsfragen führt. So geht Erneuerung. Und Erneuerung brauchen wir auch in unserer Potsdamer Stadtpolitik.

Annalena, was wünscht Du Dir von unserer künftigen Oberbürgermeisterin?

Von Janny als neue Oberbürgermeisterin wünsche ich mir, dass sie sich in unserer wachsenden Stadt für bezahlbare Mieten ebenso engagiert einsetzt wie für die ausreichende Bereitstellung von Kitaplätzen und die Unterstützung von Familien. Potsdam braucht eine Stadtentwicklung, die alle einbezieht. Und sie braucht eine Verkehrspolitik, die die Lebensqualität für ihre Bewohnerinnen und Bewohner erhält. Von einer grünen Oberbürgermeisterin wünsche ich mir natürlich außerdem engagierten Klimaschutz und eine engere Vernetzung der Stadt mit ihrer Wissenschaftslandschaft.

Janny, wie würdest Du diese Forderungen als Oberbürgermeisterin aufgreifen?

Ich will, dass wir Potsdam künftig mehr gestalten als verwalten. Wir brauchen sozialen Wohnungsbau, umweltfreundlich organisierten Verkehr, eine Infrastruktur für Familien, Arbeitsplätze, Kultur und überhaupt mehr menschliches Miteinander. Das muss künftig offensiver werden. Denn bei allen kommunalen Planungen und Entscheidungen müssen die genannten Aspekte zusammen betrachtet werden. Und ich werde als Oberbürgermeisterin die Stadtteile stärker in den Fokus nehmen. Zum Beispiel in Golm, wo Stadt- und Wissenschaftsentwicklung enger verzahnt werden müssen oder in Bornstedt, wo soziale und kulturelle Einrichtungen fehlen.

Annalena, warum sollten mehr Frauen Politik machen?

Frauen haben andere Perspektiven auf gesellschaftliche Probleme und Politik. Doch nicht nur in der Potsdamer Kommunalpolitik gibt es noch zu wenige Frauen in verantwortlichen Positionen. Nur eine von vier Beigeordneten ist weiblich. Auch deshalb wäre eine Oberbürgermeisterin gut für die Stadt. Janny wäre die Richtige für Potsdam.

Janny, spürst Du Rückenwind für Deinen Wahlkampf?

Aber ja. Schon dass mich unser Kreisverband fast einmütig als Kandidatin aufgestellte, hat mir Mut gemacht. Und inzwischen erlebe ich in vielen Gesprächen viel Zuspruch. Offenbar gibt es viele Menschen in der Stadt, die sich nach Jahrzehnten allzu etablierter Potsdamer Machtverhältnisse frischen Wind in der Stadtpolitik wünschen und mir dafür ihre Stimme geben wollen.

Red.

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